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Ayurveda-Ernährungstipp: Ghee – Das Gold im Ayurveda

Ghee – das reine Butterschmalz – gilt im Ayurveda als die Beste aller fettigen Substanzen. Es ist leicht verdaulich, wirkt entzündungshemmend, fördert die Wundheilung, wirkt dem Alterungsprozess und gilt als stärkendes, reinigendes und harmonisierendes Allheilmittel.

Es verbessert und intensiviert den Geschmack in den Speisen und wirkt als Transportmittel für die fettlöslichen Vitamine E,D,K und A. Bei der Herstellung wird Butter verwendet. Durch durch den langsamen Kochprozess das Wasser und die Eiweiße entzogen. Ghee ist leicht verdaulich und wird extrem leicht vom Körper aufgenommen. Bei der Verdauung entstehen keine Stoffwechselrückstände. Ghee enthält  zu ca. 27 % ungesättigte und zu etwa 5 % mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die günstig auf Herz und Kreislauf auswirken. Da der Laktosegehalt von Ghee gleich Null ist, wird es auch bei höchster Laktoseintolleranz sehr gut vertragen.

Medizinisch wird es bei Herpes, Akne, Entzündungen der Haut, Verstopfung, Schlafstörungen, zur Entgiftung und Entschlackung, Behandlung der Augen eingesetzt. Es hält Gelenke geschmeidig, macht die Haut schön glatt und weich und es verbessert die Gehirnfunktion und das Gedächtnis.

Die Herstellung ist ganz einfach: Mehrere Stück Biobutter in kleine Stücke teilen und in einem Edelstahltopf mit einem dicken Boden langsam erhitzen. Dabei gleichmässig rühren. An der Oberfläche setzt sich nun langsam weißer Schaum ab. Das ist das Eiweiß, dass mit einem Schaumlöffel abgeschöpft wird. Nun auf geringer Stufe weiter köcheln lassen. Vorsicht: Immer wieder rühren, damit nichts anbrennt. Wenn die Flüssigkeit goldgelb und klar ist und sich das Eiweiß komplett zusammengezogen hat, dann können Sie das Ghee über ein Baumwolltuch oder Küchenrollenpapier gießen und so die Molkepartikelausfiltern. Das geklärte Butterreinfett in ein Glas füllen, verschließen und auf den Kopf stellen. Gut gekochtes Ghee muss nicht gekühlt werden und ist wesentlich längerhaltbar als Butter!

Da beim Erhitzen und Klären das gesamte in der Butter enthaltene Wasser verdunstet, kann  Ghee zum Braten und Frittieren problemlos sehr hoch erhitzen werden, ohne dass es spritzt oder verbrennt.

Uwe Schewe, Heilpraktiker
ww.ayurveda-hannover.org