© Renate Anona Kester

Dem nachgehen, was dich aufblühen lässt

Es gibt eine Vollkommenheit tief inmitten aller Unzulänglichkeiten.
Es gibt eine Stille tief inmitten aller Rastlosigkeit. ~ Buddha

Was sagt mir dieser Text zum eigenen Aufblühen?
Indem ich diesen Text auf der Zunge zergehen lasse, bin ich mit all meinen Sinnen ganz da. Ich verdaue die Worthülsen und bleibe bewusst gegenwärtig. Je bewusster ich etwas tue, desto besser lerne ich in der Gegenwart zu leben, denn nur im Hier und Jetzt ist des Lebens Fülle zu finden – weder in der Vergangenheit noch in der Zukunft.
Ein neues Konzept ist wie ein Same, der in der Wärme deines Hauses eingepflanzt wird. Der Same kann nicht unvermittelt aus dieser Umgebung herausgenommen werden, solange er nicht stark genug ist, dahin gepflanzt zu werden, wo er den Elementen widerstehen soll. So verhält es sich auch mit einem neuen Konzept: Du kannst es nicht aus dem Hut ziehen. Es braucht Zeit, damit es Substanz und Form bekommt. Es muss an Wenigen erprobt werden, bevor es den Vielen überlassen werden kann. Es braucht viel Liebe und Geduld dazu; es braucht Hingabe und Ergebenheit.

Dieser Prozess ist es, den unser Zeitalter in dieser Zeit durchläuft. Viele neue Gedanken und Konzepte werden jetzt geboren und jedes einzelne muss erprobt, verstanden, geliebt und gehegt werden. Wenn du dich an der Spitze des jetzigen Zeitalters befindest, musst du bereit sein, furchtlos voranzuschreiten, um das Neueste vom Neuen zu erproben.

Alles kann man mit Übungen verbessern. Je mehr du lernst, dein Leben zu leben, desto mehr wird es Teil von dir und du kannst dich darin bewegen und dein Sein er-leben. Du kannst nicht stillstehen, lass dich also frei und freudig wachsen und ausdehnen. Zerreiß jene Bande, die dich in der Vergangenheit eingeschränkt haben. Erhebe dich über alle Ängste, die dich davon abgehalten haben, dich auszudehnen und dich blind sein ließen, so dass du die herrliche Vision von dir nicht klar erkennen konntest. Zeige, was Glaube für dich bedeutet und erwarte, dass das scheinbar Unmögliche geschieht.

Die Bestimmung des Menschen ist es, tragende Beziehungen zu finden und diese zu bewahren und zu schützen. Wir brauchen Beziehungen, wir leben in Beziehungen und wir bemühen uns um gelingende Beziehungen. Ja, es gilt die richtigen Worte zu finden.
Aber das ist es nicht allein. Ein gelungenes Gespräch basiert darauf, WIE wir etwas sagen. Ich spreche von der Stimme und den Emotionen, die sie vermitteln – ich spreche von Vertrauen, Nähe, Geborgenheit, Sicherheit, vom Wahrgenommen- und Angenommensein und der Gewissheit, geliebt zu werden. Spiegelneuronen (Nervenzellen) ermöglichen erst soziales Verhalten, sie helfen uns in Gemeinschaften leben zu können.

Jetzt ist Zeit, um gemeinsam eine neue Note anzustimmen.
Es ist Zeit für den Menschen, die neue Partnerschaft aufzubauen. Jetzt ist es Zeit für den Menschen, die Schranken der Wahrnehmung zu durchbrechen und die große Einheit zu verstehen, die uns alle umfasst. Wir werden nicht länger als separate Einheiten existieren, denn alles spricht von dem großen Zusammengehören. Wir sprechen uns für das Vereinigen von Teilen aus.

„Auch, wenn die Saite eines Instruments die Fähigkeit zum Tönen hat; ¬sie muss berührt werden, um zu klingen.“ (I-Ging)

 

Renate Anona Kester, Freie Künstlerin und Autorin
TIA – Kreatives Achtsamkeitstraining, Hildesheim
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