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Der Körper vergisst nicht!

„Ohne Befund“ lautete das fachärztliche Urteil meines Orthopäden. Ich hatte ihn aufgesucht, da jede körper­liche Bewegung in einen stechenden Schmerz im Bereich des 5. Brustwirbels mündete. Doch Röntgenaufnahme und Computer-Tomographie gaben keinen Aufschluss über die Ursache meiner Beschwerden. So lag es nahe, an ein psychosomatisches Geschehen zu denken. Als ganzheitliche Körpertherapeutin und Dozentin für Cranio-Scacrale Körperarbeit bin ich von der untrennbaren Einheit von Körper und Seele überzeugt und weiß: Der Körper vergisst nicht! Deshalb suchte ich einen erfahrenen Kollegen für Craniosacrale Therapie auf. Diese sanfte ganzheitliche Methode behandelt sehr effektiv die Ursachen vieler Krankheitsbilder aus dem orthopädischen und dem psychosomatischen Formenkreis.

Am Anfang der nun folgenden Sitzungen stand das Ertasten des individuellen craniosacralen Rhythmus. Durch dessen präzise Untersuchung und Auswertung können körperinneren Blockaden aufgespürt werden. Mit Hilfe sanfter manueller Techniken an Schädelknochen, Membranen und Bindegewebe werden bestehende Einschränkungen des Systems behutsam auf­gelöst und die körpereigenen Abwehrkräfte gestärkt.
Eine spezielle Herangehensweise der craniosacralen Körperarbeit wird zur Auflösung von seelisch-körperlichen Spannungen infolge von Traumata eingesetzt: der „Somato-Emotional Release“ (körperlich-seelische Entlastung).

Traumasymptome entstehen nicht nur durch das traumatische Erlebnis selbst, sondern durch erstarrte Energie, die nicht aufgelöst worden ist. Statt eines allmählichen Überganges in die sogenannte Erholungsphase können nach traumatischen Erlebnissen Energierückstände im Gewebe gespeichert bleiben, Symptome unverändert fortbestehen oder sich sogar noch verstärken. Das adäquate Funktionieren des vegetativen Nervensystems ist gestört, die Folgen sind Mangelversorgung der Körperzellen, schließlich Unwohlsein und Krankheitssymptome.

Von einer „Posttraumatischen Belastungsstörung“ spricht man, wenn länger als vier Wochen nach dem Erlebnis Nachhallerinnerungen, Alpträume und Ängste vor allem, was an das Ereignis erinnert, andauern, wenn innere Angespanntheit und Alarmbereitschaft sowie psychosomatische Beschwerden nicht abklingen. Betroffenen ist dringend anzuraten, therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen, um den natürlichen Selbstheilungsprozess wieder in Gang zu bringen und seinen Verlauf zu unterstützen!

In meinem Fall handelte es sich um das Trauma eines einige Jahre zurückliegenden Autounfalls. Der Schock dieser lebensbedrohlichen Situation, in Verbindung mit Schuldgefühlen – die schwere Verletzung eines anderen Menschen verursacht zu haben – und der Konfron­tation mit dem Tod, hatte sich in einem Segment meiner Brustwirbelsäule festgesetzt. Meine Einstellungen, Gefühle und Denkmuster hatten zu der Blockie­rung im Körper geführt. Sie wurden mir während der Behandlung bewusst, und die Blockade löste sich.

Mit der SomatoEmotionalen Prozessarbeit wird die eingekapselte Energie traumatischer Erinnerungen durch schrittweise Entladung aus dem Zellgedächtnis gelöst. Dies geschieht durch die Unterstützung feiner körpereigener Bewegungen und den therapeutischen Dialog. Dazu ist es nicht zwingend nötig ein Trauma noch einmal zu durchleben. Es ist sogar möglich, ohne Inhalt und Erinnerung zu arbeiten. Manchmal geht der gesamte Körper beim SomatoEmotional Release in eine spontane Bewegung, was eine Verarbeitung der ursprünglichen Erlebnisse fördert und dazu beitragen kann, Traumata dauerhaft zu lösen.

Die Auflösung eines Traumas ist ein großes Geschenk, das uns zu unserem natürlichen Gleichgewicht und Wohlbefinden zurückführt und unser Verständnis und Mitgefühl für uns selbst wachsen lässt.

Günstige Krankheitsverläufe durch Behandlung mit der craniosacralen Traumatherapie sind dokumentiert bei:
• Erkrankungen aus dem psychosomatischen Formenkreis
• Migräne, Kopf- und Rückenschmerzen
• Bandscheiben- und Gelenkproblemen
• Dysfunktionen der Kiefergelenke
• nach Gehirnerschütterung und Gehirnhautentzündung
• nach physischen und psychischen Traumata (Unfällen, z.B. Schleudertrauma, und Operationen)
• Burn-out-Syndrom, Stress-Symptomatik, Depressionen
• allen Symptomen, die das vegetative Nervensystem betreffen (z. B. M. Parkinson und MS)
• Lagerungsschwindel, Tinnitus
• Posttraumatischem Belastungssyndrom
• Geburtstrauma, Spuck- und Schreikindern, Schädeldeformationen, Kiss-Syndrom, Hyperaktivität und ADHS

Shanti J.Hoff
Dipl. Soz. Pädagogin | Heilpraktikerin für Psychotherapie |
Therapeutin und Dozentin für CranioSacrale Körpertherapie
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